Golf House Blog

Es gibt kein schlechtes Wetter...

Wir hatten das alle schon mal: Auf den perfekten Golftag freuen, aber der Wetterbericht sagt Novemberregen bei 5°Celsius an, obwohl gestern noch die Rede von bis zu 20° war. Oder es schneit überraschend in der Oberpfalz oder Sie fliegen eventuell gerade nach Phoenix, Arizona, um dem Wetter in Mitteleuropa zu entkommen.

Wie auch immer das setting aussieht, die Tage, an denen das Golfwetter gerade perfekt ist, sind rar gesät, speziell während der aktuellen Jahreszeit. Um also perfekt ausgerüstet zu sein ist man besser für den Kampf gegen die Unbillen des Wetters vorbereitet – und damit erfreulich unabhängig. Wir fassen die wichtigsten Ausstattungs-Themen als Quasi-Checklist für Sie zusammen.

Regen

REGEN

Die richtige Vorbereitung ist alles, wenn Regen angesagt ist. Zuallererst muss die Ausstattung im Bag stimmen:

  • Regenschirm

  • Regenhandschuh

  • Regencover für das Bag / die Schläger

  • Wasserdichter Hut

  • Wasserdichte Schuhe

  • Sehr große (mehrere) Handtücher

Als nächstes wichtig: Organisiert bleiben!

Sicherstellen, dass alles einfach auf der Runde erreichbar ist, so dass man keine wertvolle Zeit verliert, in der man selbst oder das Equipment nass wird, während man im Bag herumstöbert während der Schauer schon voll eingesetzt hat.

Schon beim Start, oder wenn es beginnt zu regnen, ist es wichtig, den Schirm über das Bag zu spannen und trockene Handschuhe und Tücher darunter (auf die Rippen des Schirmes) aufzuhängen. Die Handtücher sollten die Schlägergriffe vor jedem Schlag trocknen, sollte man lieber normale statt Regenhandschuhe verwenden, ist es wichtig, die Hände vor jedem Schlag abzutrocknen.

Sich warm und trocken zu fühlen wird den größten Unterschied im Spiel und auch Score machen, also gilt es auch, die Übungsschläge zu reduzieren und generell so wenig als möglich Zeit außerhalb des Regenschirmes zu verbringen. Selbst wenn das Gespräch mit den Flightpartnern ansonsten anregend und erfreulich ist, wenn man nass ist und jedes Loch streichen muss, gerät die Konversation jedenfalls ins Stocken.

Ein letzter Tipp: Nachdem der Ball am Grün markiert wurde und wieder hingelegt wird, hält man den Regenschirm so lange als geht darüber, um das am Ball herablaufende Wasser, und somit das Einweichen des Balles so gering als möglich zu halten. Das Rollverhalten des Balles wird es danken.

KÄLTE

Perfekt, wenn Sie auch in der kälteren Jahreszeit spielen. Man hat keinen Stress, die Tage sind oft strahlend schön, der Platz ist leer und die hohen Erwartungen an Saisonverbesserungen liegen schon hinter uns.

Das Ziel ist es, über lange Zeit im Freien warm zu bleiben, also ist das Layering der Kleidung ein wichtiger Falt, Zwiebelschichten bringen’s. Die perfekte Ausstattung:

  • Base Layer (eng anliegendes Compression Shirt, das Schweiß abtransportiert)

  • Eventuell auch lange, schweißabtransportierende Unterhose (nicht lachen!) – die Beine machen 30% der Gesamtoberfläche des Körpers aus, wenn man hier schwitzt oder es an den Beinen kalt ist macht gar nichts mehr Freude.

  • wärmende Mittelschichte: ein isolierendes Flies oder eine Performance-Weste oder Pullover, am Besten mit Merino-Anteil, machen hier den entscheidenden Unterschied.

  • Eine Windbreaker- oder Regenjacke, eine Daunenjacke oder –weste (am Besten ohne füllige Daunen, sondern mit modernen Woll- oder Synthese-Fasern gefüttert, um die Bewegungsfreiheit zu erhalten) sind unerlässlich an kalten Tagen

  • eine warme Mütze, die im Idealfall (am Kopf schwitzt man besonders rasch) Feuchtigkeit abtransportiert sollte die Kappe jedenfalls ersetzen – der Unterschied ist riesig.

  • Überzug-Fäustlinge, um die Hände zwischen den Schlägen warmzuhalten sind ein echter Bringer.

Ein Tipp, der wohl ein bisschen unsexy, aber extrem effektiv ist: Handwärmer in den Fäustlingen machen nochmals einen entscheidenden Unterschied. Es gibt sie in allen Größen und Formen zu kaufen, meist muss man sie knicken, um sie zu aktivieren, und sie verhindern, dass die Finger klamm und der Griff instabil wird.  Diese Wärmekissen gibt kann man getrost am gesamten Körper einsetzen, gerade für Menschen, die leichter frieren sind diese kleinen Kissen ein probates Save-Your-Soul-Mittel.

Auch isolierende oder wärmende Schuh-Einlagen sind ein Thema, das man getrost auf den Golfplatz mitnehmen sollte. Wenn die Füße erstmal kalt sind hilft gar nichts mehr – diese kleinen, unsichtbaren Helferlein führen dazu, sich selbst bei großer Kälte anhaltend wohl zu fühlen.

Ein weiterer No-Brainer: Regenhosen über der normalen Hose tragen. Die zusätzliche Schichte isoliert und hält so warm.

Und: Gehen ist immer wärmer als fahren, wenn die Auswahlmöglichkeit im Club der Wahl gegeben ist, sollte man immer eher gehen als das Cart zu bevorzugen.

Und: Ein Eisen Unterschied macht Kälte jedenfalls aus. Kürzere Schlag-Distanzen wenn es kalt ist, sind keine Mähr, sondern effektiver Fakt. Den Ball, mit dem man spielt, sollte man auch am Körper behalten so oft geht, in die Hosentasche eingesteckt wird er besser performen, als wenn er im Bag auskühlt. Aber Achtung: Sollte ein Wärmekissen in der selben Hosentasche stecken, ist das regelwidrig.

Und last, not least – nicht umsonst kommt das Prinzip Flachmann aus Schottland und Irland – ein Schluck körper- und seelenwärmendes Gebräu hilft bei schier endlos kalten Runden Wunder. Auch warme heiße Schokolade hat sicher den gleichen Effekt.

HITZE

Performen in großer Hitze benötigt eine deutlich bessere Vorbereitung als einfach kurze Hose und T-Shirts. Die ideale Ausstattung:

  • helle Farben und atmungsaktive Fasern

  • ein Hut, der auch das Genick vor der Sonneneinstrahlung schützt

  • unbedingt Sonnenbrillen

  • Sonnencreme (vor und während der Runde aufgetragen)

  • leichte, atmungsaktive Schuhen, ideal mit Mesh-Materialien

Das Wichtigste: Dehydrierung vorbeugen. Allzu oft wird das Thema genug Trinken übersehen. Schon vor der Runde sollte man genug Flüssigkeit zu sich genommen haben, während der Runde ist man am besten mit einem isolierten Gefäß bedient, dass das Getränk kühl hält.

Obwohl es kontraproduktiv wirkt, während besonders heißer Tage mit langen Ärmeln auf dem Golfplatz aufzutauchen, empfehlen wir, dennoch darüber nachzudenken. Viele Firmen bieten ’Cold Gear‘ an, das, körpernah getragen Schweiß abtransportiert, kühlt und natürlich gleichzeitig vor UV-Strahlung schützt. Generell ist es nicht falsch, mit langen Ärmeln oder Hosen, gerade während größter Sonneneinstrahlung, zu spielen.

Koffein und Alkohol sind während heißer Zeiten für die Performance richtig kontraproduktiv. Besser ist es bei Wasser oder isotonischen Getränken zu bleiben, bis die Runde fertig gespielt ist. Auch wunderbar: eine kleine Flasche Zerstäuber mit kaltem Wasser gefüllt, die man auf die Arme oder ins Genick sprüht, und brand new, und besonders effektiv: es gibt Tücher, die, feucht gemacht, grandios kühlen – und das für Stunden.