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Strange Swings

Es gibt wohl keine „richtige“ Art, den Ball zu schlagen, aber es gibt jedenfalls einige sehr eigenwillige Golfschwünge. Und viele davon funktionieren ganz hervorragend. Egal, ob blutige Amateure oder hoch dotierte Pros – so individuell wie die Menschen ist ihre Art, einen Golfschläger zu schwingen. Hier einige der außergewöhnlichsten:

Amateure: die Top 3

 

unbekannt

Unser Favorit: Hier sind Luftanhalten und Genießen angesagt. Auf Twitter gefunden und jedenfalls einen Blick wert ist der Schwung dieses Herrn. Dass er sich dabei nicht alle Knochen bricht, ist ein Wunder.

Der Link zum Video auf twitter.com >

unbekannt

Besonders sehenswert. Der Schwung eines Herrn namens Bruce. Während man beim ersten Mal noch an einen Ausrutscher denkt, stellt sich in den Wiederholungen heraus, dass das tatsächlich sein Schwung ist.

Charles Barkley

Kein Pro, aber berühmt genug, um hier namentlich erwähnt zu werden. Charles Barkley, Ex-Basketballlegende und oft gesehener Gast auf diversen Celebrity-Turnieren, hat einen der berühmtesten Golfschwünge. Die meisten der Kommentatoren und Zuseher stehen mit offenem Mund vor diesem Schwung, der kein Schwung im eigentlichen Sinn ist. Von „kriminell“ bis „epileptisch“ reichen die Beschreibungen.

Pros: die berühmtesten Exzentriker

 

Als Einstieg schwer zu empfehlen

10 wunderbar unterhaltsame Minuten über die eigenwilligsten Golfschwünge, kommentiert von den besten Golfkommentatoren der Welt und David Leadbetter:

Einige der Protagonisten im Detail:

Eamonn Darcy

Vier European-Tour-Siege und vier Ryder-Cup-Teilnahmen mit diesem Schwung sind eine außergewöhnliche Leistung des Iren. Seine wilde „Chickenwing“-Bewegung machte ihn zu einem der erfolgreichsten Golfer der 70er- und 80er-Jahre.

Allen Doyle

Man möchte meinen, seine College-Hockey-Karriere ist verantwortlich für den Schwung des vierfachen Major- und elffachen Champions-Tour-Gewinners. Er selbst erzählt aber, dass er viel in einem Raum mit niedriger Decke trainiert habe.

Jim Thorpe

Sein Schwung benötige mehr Bewegungen als Kung-Fu, meinte Johnny Miller (führender NBC-Sports-Golfanalytiker und ehemaliger Profi) einst über Jim Thorpe. Als Autodidakt machte der 19-fache Tourgewinner damit jedenfalls eindrucksvoll Karriere.

John Daly

Nicht schön, aber äußerst effektiv. Wann immer das Thema auf eigenwillige Golfschwünge kommt, ist John Dalys dabei. Massiv, ausladend, markant und mit den Händen ganz nah am Körper, zeigt er seit seinem ersten Toursieg 1991, wie’s auch gehen kann.

Moe Norman

Ebenfalls ein autodidaktischer Schwung. Der extrem scheue autistische Kanadier hat einen der berühmtesten Golfschwünge überhaupt. „Pipeline Moe“ wurde er ob der strikten Wiederholbarkeit seiner Bewegung genannt. Tiger Woods meinte über ihn: „Es gibt nur zwei Menschen, die ihren Schwung wirklich besitzen: Moe Norman und Ben Hogan.“

Miller Barber

„Der Durchschwung ist das Wichtigste“, meinte Miller Barber zu den Kritikern seines Rückschwungs immer. Mit abstehendem rechtem Ellbogen und einer eigenwilligen Kurve begann er seine Golfbewegung, der Durchschwung machte ihn zum Golfstar.

Jim Furyk

Sein Schwung wurde mit vielem verglichen. Schlangen töten in einer Telefonzelle, Oktopusse, die vom Baum fallen, und vieles mehr musste er sich gefallen lassen. Aber 67 Millionen Dollar und der US-Open-Sieg lassen ihn immer noch zuletzt lachen.

Inbee Park

Ein Aufschwung wie eine Gutenachtgeschichte, aber eine der erfolgreichsten Golferinnen aller Zeiten und amtierende Olympiasiegerin. Daran sieht man, dass Individualität niemals schadet.

Arnold Palmer

Auch der Schwung des Königs des Golfs besticht durch seine Außergewöhnlichkeit. Seine extreme Verdrehung beim Take-away und sein „Helicopter Finish“ machen seinen Schwung so unverwechselbar wie ihn selbst.

Craig Perry

„Wenn Ben Hogan das gesehen hätte, würde er kotzen“, meinte Johnny Miller über Craig Perrys Schwung. Übertrieben anmutend und wie rohe Gewalt wirkend, funktionierte die Bewegung dennoch extrem präzise.

Nancy Lopez

Trotz des langsamen Rückschwungs, des Aufhebens der Hände und des offenen Club-Face dominierte sie zwei Jahrzehnte lang die Damentour, ist Mitglied in der Hall of Fame und war in den 80er-Jahren Golferin des Jahrzehnts. Einst auf ihren „hässlichen“ Schwung angesprochen, meinte sie: „Es war wenigstens immer der gleiche hässliche Schwung.“

Zum Abschluss:

Und hier noch eine sehr gelungene PGA-Zusammenstellung, die einige weitere unorthodoxe Schwünge von Topgolfern vorstellt: